Anton Reiser

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Anton Reiser

Ein Vorläufer der Psychoanalyse, ein Selbstporträt in fremder Gestalt.

Anton Reiser will nur eines: ein anderer sein. Ein Schauspieler, ein Dichter, ein Mensch, den die Welt bemerkt. Stattdessen ist er das, was er am meisten fürchtet – er selbst.

Aufgewachsen in bitterer Armut, zwischen einem schwärmerischen Vater und einer gleichgültigen Mutter, zwischen frommen Demütigungen und kleinen Fluchten in die Welt der Bücher und des Theaters, trägt Anton eine Wunde mit sich, die keinen Namen hat – und die er sein Leben lang zu beschreiben versucht. Sein rastloses Wandern, sein Scheitern, sein unstillbarer Hunger nach Anerkennung: All das ist nicht Schwäche, sondern Symptom. Und Karl Philipp Moritz ist der erste Schriftsteller der deutschen Literatur, der das wirklich versteht.

Anton Reiser, zwischen 1785 und 1790 in vier Teilen erschienen und vom Autor selbst als „psychologischer Roman“ bezeichnet, ist ein epochales Werk: die erste konsequente Innenschau der deutschen Literatur, ein Vorläufer der Psychoanalyse, ein Selbstporträt in fremder Gestalt. Moritz seziert mit kühlem Blick, was er selbst am eigenen Leib erlitten hat – und erschafft dabei eine Figur von zeitloser, schmerzlicher Wahrhaftigkeit.

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eBookDigitalAktivBookwire eBookISBN 9783849632052
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