
Antigone
Theben nach dem Krieg: Die Brüder Eteokles und Polyneikes haben einander im Kampf getötet. Während der eine mit allen Ehren bestattet wird, verweigert König Kreon dem anderen das Begräbnis – bei Todesstrafe soll niemand es wagen, seinen Leichnam anzurühren.
Doch Antigone, die Schwester der Gefallenen, stellt das göttliche Gebot über das Gesetz des Herrschers. Entschlossen erweist sie Polyneikes die letzte Ehre und nimmt dafür den eigenen Tod in Kauf. Ihr Widerstand entfacht einen unerbittlichen Konflikt zwischen Gewissen und Staatsmacht, persönlicher Verantwortung und politischer Ordnung. Kreons Beharren auf seiner Autorität setzt eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen in Gang, die nicht mehr aufzuhalten ist.
Sophokles‘ „Antigone“ gehört zu den bedeutendsten Tragödien der Weltliteratur. Das Drama stellt Fragen, die bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben: Darf ein Mensch einem ungerechten Gesetz gehorchen? Wo liegen die Grenzen staatlicher Macht? Und welchen Preis fordert unbeugsamer Stolz?
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