Der Idiot

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Der Idiot

Der Titel ist eine ironische Anspielung auf die Hauptfigur des Romans, Fürst Lew Nikolajewitsch Myschkin, einen jungen Mann, dessen Güte, offenherzige Einfachheit und Arglosigkeit viele der weltlicheren Charaktere, denen er begegnet, zu der irrigen Annahme verleitet, dass es ihm an Intelligenz und Einsicht fehlt. Mit der Figur des Fürsten Myschkin hat sich Dostojewski die Aufgabe gestellt, „den positiv guten und schönen Menschen“ darzustellen. Der Roman untersucht die Folgen, die sich daraus ergeben, dass ein so einzigartiges Individuum in den Mittelpunkt der Konflikte, Begierden, Leidenschaften und des Egoismus der weltlichen Gesellschaft gestellt wird, und zwar sowohl für den Mann selbst als auch für diejenigen, mit denen er zu tun hat. Der Literaturkritiker Joseph Frank beschreibt den „Idiot“ als „das persönlichste von Dostojewskis Hauptwerken, als das Buch, in dem er seine intimsten, wertvollsten und heiligsten Überzeugungen zur Schau stellt“, in dem er einige seiner intensivsten persönlichen Prüfungen, wie Epilepsie und Scheinhinrichtung, beschreibt und moralische, spirituelle und philosophische Themen erforscht, die sich daraus ergeben. Sein Hauptanliegen beim Schreiben des Romans war es, sein eigenes höchstes Ideal, das der wahren christlichen Liebe, mit dem Schmelztiegel der zeitgenössischen russischen Gesellschaft auseinanderzusetzen.

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eBookDigitalAktivBookwire eBookISBN 9783849617134
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