Dies Buch gehört dem König

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Dies Buch gehört dem König

Eine messerscharfe Gesellschaftskritik und eine Vision vom "Volkskönig."

Ein Buch als offener Brief an einen König. Eine Autorin, die sich hinter einer Toten verbirgt, um die Wahrheit auszusprechen. Und eine Anklage, so unbequem, dass sie in Bayern verboten wurde.

Anlässlich der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. von Preußen entwirft Bettina von Arnim ein literarisches Wagnis ohnegleichen: Sie lässt die längst verstorbene „Frau Rat“ – Goethes Mutter – in fingierten Gesprächen mit der ebenfalls verstorbenen Königin Luise auftreten und ihr ganzes politisches Programm aussprechen, das die Autorin selbst zu äußern viel zu riskant gewesen wäre. Hinter der anmutigen Fiktion verbirgt sich messerscharfe Gesellschaftskritik: eine Vision vom „Volkskönig“, der nicht über sein Volk herrscht, sondern mit ihm den Staat erschafft – und ein Appell an den jungen Monarchen, endlich hinzuschauen.

Den Höhepunkt und Schlussstein des Werks bildet ein Anhang, der die deutsche Literatur veränderte: ein ungeschönter Armutsbericht aus den Vorstädten Berlins, oft als die erste Sozialreportage der deutschsprachigen Literatur bezeichnet. Hier verlässt Bettina von Arnim endgültig die Fiktion und konfrontiert den König – und die Leser – mit dem Elend, das ihr Staat hervorbrachte.

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eBookDigitalAktivBookwire eBookISBN 9783849604912
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