Sam Caine und die Perlenkette

Sam Caine und die Perlenkette – Jürgen Beck (Hrsg.)

Als an einem späten Samstagabend ein junges und ordentlich gekleidetes Mädchen in einem großen Pfandhaus im Süden Londons erscheint und um einen Kredit für eine Perlenkette bittet, ist daran soweit nichts Außergewöhnliches. Dass sie allerdings für dieses Prachtstück schlappe vier Pfund akzeptiert, ist äußerst merkwürdig. Dies findet auch Privatdetektiv und Ermittler Sam Caine, den der Inhaber des Pfandhauses um Hife bittet. Ob die Kette etwas aus einem Raub stammte und schnell zu Geld gemacht werden musste. Sam begibt sich für diese Informationen in die Londoner Unterwelt …

Sam Caine und die Perlenkette

Sam Caine und die Perlenkette

Format: eBook

Sam Caine und die Perlenkette

ISBN: 9783849652685 (eBook)

 

Auszug aus dem ersten Kapitel:

An einem späten Samstagabend erschien ein junges und ordentlich gekleidetes Mädchen in einem großen Pfandhaus im Süden Londons und bat um einen Kredit für eine Perlenkette. Bekanntlich ist die Zahl der Pfandgegenstände, die ein Pfandleiher an einem Samstagabend in einem armen Viertel entgegennimmt, im Vergleich zu den ausgegebenen Stücken sehr gering. Diejenigen, die ausgelöst werden, sind in der Regel Kleidungsstücke, die man für die Sonntagskleidung benötige, und ein Teil des Wochenlohns wird regelmäßig für diesen Zweck verwendet. Sobald der Montagmorgen kommt, gibt man die Kleidung bis zum kommenden Wochenende wieder ab. Der Samstagabend ist daher in diesen Pfandhäusern bis zur Schließung immer eine arbeitsreiche Zeit.

In dem gerade angesprochenen Büro war es gerade ungewöhnlich belebt, und eine große Menge ungewaschener Menschen schrie nach ihren Bündeln, als das Mädchen eintrat. Aufgrund der Anzahl der Kunden konnte sie einige Zeit nicht an die Theke vortreten, und als es ihr schließlich gelang, wurde sie von einem Jugendlichen betreut, der schon etwa vier Jahre lang als Assistent dort arbeitete.

“Was möchtest du holen?”, wollte er von dem Mädchen wissen, weil er natürlich dachte, sie sei gekommen, um ein Pfand auszulösen.

“Nichts”, antwortete sie, “aber ich möchte dafür gerne einen Kredit haben.” Mit diesen Worten stellte sie etwas auf die Theke, das in ein Taschentuch gewickelt war.

Der Assistent öffnete das Taschentuch, das einen kleinen, gewöhnlichen Karton umhüllte, und beim Anheben des Deckels sah er eine Perlenkette auf einem Stück schwarzen Samt liegen. Er legte den Schmuck unter ein Gaslicht, um ihn besser sehen zu können, untersuchte ihn gründlich und kam sofort zu dem Schluss, dass er wertvoll war. Die Perlen waren nicht nur groß, sondern auch ungewöhnlich perfekt, und sie waren in feinstem Gold gefasst.

“Wie viel willst du dafür?” fragte er, als er zurück zur Theke ging …

 

 

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