Matto regiert

Matto regiert.

Eine Irrenanstalt im Kanton Bern in den zwanziger Jahren: Der Direktor ist verschwunden, der Patient Pieterlen, ein Kindsmörder, ausgebrochen. Wachtmeister Studer blickt hinter die Kulissen psychiatrischer Theorien und Therapien. Er versucht nicht nur, einem Verbrecher auf die Spur zu kommen, sondern tritt auch eine Reise in die Grenzregionen von Vernunft und Irrationalität an, die keineswegs immer so klar voneinander zu trennen sind – Matto, der Geist des Wahnsinns, regiert überall und spinnt seine silbernen Fäden … (Zitat aus www.krimi-couch.de)

Matto regiert

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Format: Taschenbuch.

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Biographie Friedrich Glauser (aus Wikipedia):

Friedrich Charles Glauser wurde am 4. Februar 1896 in Wien geboren als Sohn des Schweizer Lehrers Charles Pierre Glauser († 1937) und seiner Frau Theresia, geborene Scubitz, aus Graz. Nachdem sie 1900 gestorben war, heiratete sein Vater 1902 ein zweites Mal. Schon in der Volksschule war Friedrich kein besonders guter Schüler. Die dritte Klasse des Gymnasiums musste er repetieren. 1909 trennte sich der Vater von seiner Frau, heiratete 1911 ein drittes Mal und zog nach Mannheim, wo er als Rektor der Handelshochschule tätig war. Von da an kümmerte sich die Grossmutter um die Erziehung des Jungen. Als Glauser nach Ungarn durchbrannte, nahm ihn der Vater von der Schule und steckte ihn 1910 ins Landerziehungsheim Glarisegg in Steckborn. Dort versetzte Glauser einem Lateinlehrer einen Schlag, weil ihn dieser vor die Tür gestellt hatte. Glauser machte Schulden in den umliegenden Dörfern und wurde 1913 gezwungen, die Schule zu verlassen. Sein Vater schickte ihn nach Genf ans Collège de Genève. Glauser arbeitete für eine Zeitung und schrieb eine anonyme, kritische Rezension zu einem Gedichtband eines Lehrers der Schule. Er wurde als Verfasser erkannt und sanktioniert. Daraufhin ging er freiwillig nach Zürich und machte am dortigen Minerva-Institut auf dem zweiten Bildungsweg seine Matura.

1916 begann Glauser ein Chemiestudium, brach es aber im gleichen Jahr ab. 1916 trat er in Kontakt mit der Dada-Bewegung. 1918 wurde er entmündigt wegen «liederlichem und ausschweifendem Lebenswandel», sprich: Drogenkonsum, Geldschulden und Konkubinat. Er wurde in der Folge immer wieder in Kliniken und Anstalten interniert, brach aus, wurde erneut gefasst, machte Entziehungskuren, wurde wieder rückfällig, unternahm Suizid­versuche. 1921 floh er zu seinem Vater nach Mannheim, der ihm die Aufnahme in die Fremdenlegion vermittelte. In Marokko absolvierte er die Unteroffiziersschule, wurde in die Administration versetzt und schliesslich wegen Herzleidens im Frühling 1923 ausgemustert.

Er arbeitete darauf als Handlanger in einem Kohlebergwerk in Belgien, bis er 1925 in die Schweiz abgeschoben wurde. Dort folgten elf Jahre, die vorwiegend von seiner Krankheit und dem damit verbundenen Drehtür-Effekt geprägt waren. In den Zeiten besserer Gesundheit arbeitete er als Hilfsgärtner, absolvierte 1930/31 eine Ausbildung an der Gartenbauschule Oeschberg bei Koppigen, machte in Paris einen ersten Versuch, sich als freier Schriftsteller niederzulassen.

In der psychiatrischen Klinik Münsingen, wo er unter anderem von Max Müller behandelt wurde, lernte Glauser 1932 die Pflegerin Berthe Bendel kennen. Mit ihr emigrierte er 1936 in ein kleines Dorf bei Chartres; 1937 zogen sie in die Bretagne, im Juni 1938 nach Italien, wo Glauser unter anderem noch an den Studer-Roman-Fragmenten zu arbeiten begann. Am Vorabend der Hochzeit mit ihr brach Glauser in Nervi zusammen und starb im Alter von 42 Jahren.

Seine letzte Ruhestätte fand Friedrich Glauser auf dem Friedhof Manegg in Zürich. 1988 schrieb Peter Bichsel dazu: «Ich kenne auch sein Grab – ich besuche es ab und zu, ich weiss nicht warum –, es ist das erste Grab links nach dem Eingang des Friedhofs Manegg in Zürich, ein kleines Kreuz aus Eichenholz, darauf geschnitzt ein aufgeschlagenes Buch mit einem Federkiel, sein Name, seine Daten, ‹Friedrich Glauser, Schriftsteller, 1896 – 1938›, die Erwähnung seines Berufs ist mir immer als Härte erschienen – irgendwie erschien es mir in diesem Zusammenhang immer als abqualifizierend, das knappe Wort ‹Schriftsteller›.»

 

(Der Text des letzten Abschnitts wurde der deutschen Wikipedia entnommen und ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.)

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