Sagen von der Alhambra

Sagen von der Alhambras.

In dieser Sammlung von Kurzgeschichten verurteilte Irving die Barbarei der christlichen Eroberer gegenüber der Hochkultur der Mauren.

Sagen von der Alhambra

Sagen von der Alhambra

Format: Taschenbuch.

Sagen von der Alhambra.

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Irvings Jahre in Europa (aus Wikipedia):

Im Mai 1815 schiffte er sich nach England ein, um seinen Bruder Peter bei der Leitung der englischen Niederlassung des Irvingschen Familienunternehmens zu unterstützen; erst 1832 sollte er wieder nach Amerika zurückkehren. Die ersten Jahre in England waren für Irving eine bedrückende Erfahrung – drei Jahre versuchte er vergebens, die Finanzen des Unternehmens zu konsolidieren, bis es schließlich 1818 bankrott ging. Irving sah sich mittellos in einem fremden Land. Zwar wurden ihm mehrere Regierungsposten angeboten, doch entschloss er sich, das Schreiben zum Beruf zu machen und seinen Lebensunterhalt mit Literatur zu verdienen – dies war zuvor keinem amerikanischen Schriftsteller gelungen; zuletzt war Charles Brockden Brown beim Versuch gescheitert. Angeregt durch das Beispiel Walter Scotts, den Irving 1817 auf seinem Landsitz in Abbotsford in Schottland besuchte und mit dem ihn seither eine enge Freundschaft verband, begann er mit dem Verfassen seines „Skizzenbuchs,“ das 1819/20 zunächst in sieben Einzelheften in Amerika, 1820 dann in Buchform auch in England erschien. Beiderseits des Atlantiks wurde es zu einem großen Verkaufserfolg, wurde bald in mehrere Sprachen übersetzt und machte Irving zum ersten international beachteten amerikanischen Schriftsteller. Die bekannteste Kurzgeschichte des Skizzenbuchs ist wohl Rip Van Winkle. Sie erzählt vom holländischen Siedler Rip van Winkle, der auf der Flucht vor seiner herrschsüchtigen Frau in den Catskill-Bergen New Yorks durch einen Zaubertrank einschläft und erst nach zwanzig Jahren wieder aufwacht. Als er in sein Dorf zurückkehrt, muss er feststellen, dass seine Frau und die meisten seiner Kumpanen gestorben sind; zudem hat Rip die amerikanische Unabhängigkeit verschlafen. Die Geschichte beruht auf einer in mehreren Variationen überlieferten deutschen Sage. Auch die Kurzgeschichte Die Legende von Sleepy Hollow ist im Grunde ein Plagiat; sie ist Gottfried August Bürgers Lenore und einem von Johann Karl August Musäus gesammelten Märchen nachempfunden. In vielen anderen Skizzen findet sich ein romantisiertes, fast verkitschtes Europabild. In Irvings Ton schwingt dabei eine gewisse Nostalgie mit, denn er ist sich bewusst, dass dieses „alte“ Europa im Verschwinden begriffen ist. Ähnlich verhält es sich mit dem Essay Traits of Indian Character, in dem Irving die Indianer Nordamerikas in der Tradition Rousseaus und vieler anderer unterschiedslos als „edle Wilde“ beschreibt. Immerhin war Irving einer der ersten Schriftsteller, die die Verfolgung der Indianer durch die Weißen scharf verurteilten.

1822 erschien der Nachfolger Bracebridge Hall, eine Sammlung von Kurzgeschichten und eine Fortsetzung zu seinem Skizzenbuch, 1824 dann Tales of a Traveller, die sich ebenfalls meist mit europäischen Motiven beschäftigten. Irving beschäftigte sich in den folgenden Jahren eingehend mit der spanischen Geschichte. In der Kurzgeschichte Adventures of the Black Fisherman widmet sich Irving nach seiner Geschichte The Storm-Ship aus seinem Werk Bracebridge Hall zum zweiten Mal dem Thema des Fliegenden Holländers, dieses Mal jedoch in Form der Davy-Jones-Abwandlung.

Seine 1828 erschienene, teils fiktive Kolumbus-Biografie begründete den bis heute weit verbreiteten Glauben, mittelalterliche Gelehrte hätten sich die Erde nicht als Kugel, sondern als flache Scheibe vorgestellt, und Kolumbus habe mit seiner Fahrt nach Westen das Gegenteil beweisen wollen. 1829 veröffentlichte Irving A Chronicle of the Conquest of Granada, und nach seinem Besuch auf der Alhambra von Granada 1829 die Kurzgeschichtensammlung Tales of the Alhambra. In diesen Werken verurteilte er die Barbarei der christlichen Reconquista gegenüber der Hochkultur der Mauren.

 

(Der Text des letzten Abschnitts wurde der deutschen Wikipedia entnommen und ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.)

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