Zur Farbenlehre

Zur Farbenlehre.

Die auf Goethe zurückgehende Farbenlehre ist in diesem Werk enthalten. Der Dichterfürst stellte darin die während vieler Jahre gemachten Überlegungen und Versuche über das Wesen der Farbe dar. Goethe versuchte, das Phänomen Farbe in seiner Gesamtheit, das heißt nicht lediglich einseitig physikalisch oder von einem ästhetischen oder anderen Standpunkt aus, zu erfassen und zu beschreiben. Anerkennung erreichte er aber nur mit dem Abschnitt „Physiologische Farben“, der die Erkenntnisse zur Farbwahrnehmung enthält. Er irrte speziell im Abschnitt „Physische Farben“, der von ihm als Widerlegung der vorwiegend von Isaac Newton stammenden naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gedacht war. Goethe selbst schätzte die Ergebnisse seiner Forschungen zur Farbe höher ein als die seines gesamten literarischen Schaffens. (Zitat aus wikipedia.de)

Zur Farbenlehre

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Format: Taschenbuch.

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Zum wissenschaftshistorischen Hintergrund (aus Wikipedia):

Bereits in der Antike war die Lichtbrechung ein Thema, da deren Verständnis für die richtige Positionsbestimmung von Gestirnen in der Astronomie wichtig war. Als Begründer der modernen Optik kann Johannes Kepler mit seiner Schrift Paralipomena ad Vitellionem von 1604 gelten. Schon vor 1600 kam es zu verschiedenen Versuchen, die Entstehung der Farben des Regenbogens durch Brechung zu erklären – etwa bei Roger Bacon und Dietrich von Freiberg. Allerdings war eine exakte Formulierung erst mit dem Brechungsgesetz möglich, das durch Willebrord van Roijen Snell und René Descartes richtig formuliert wurde.

Zur Erklärung des Sehens und des Lichtes existierten bis in das 17. Jahrhundert im Wesentlichen drei verschiedene, einander widersprechende Modelle. Sie wurden je nach dem Phänomen, das es zu erklären galt, wechselweise herangezogen:

Sehstrahlen, die das Auge aussendet, tasten die Objekte in der Umgebung ab, ähnlich einem Blindenstock oder einem modernen Radar. Diese Auffassung war in der Antike verbreitet. Sie wurde um 1000 n. Chr. durch den arabischen Gelehrten Alhazen widerlegt. Allerdings fanden dessen Erkenntnisse im Abendland erst später durch die Vermittlung Keplers und Witelos Verbreitung. Die Herleitung der Prinzipien der Perspektive in der Renaissance fanden teilweise am Modell der Sehstrahlen statt.
Lichtäther als unendliches und fluides Medium ist nötig zur Erklärung der Welleneigenschaften des Lichtes, die sich bei Beugungsphänomenen zeigen, wie beim Prinzip nach Huygens. Die Vorstellung, dass sich von den Dingen beständig Abbilder lösen und im Auge die Dinge wiedergeben, war bereits in der Antike vorhanden.
Die Korpuskeltheorie des Lichtes unterstellt, dass eine Menge sehr schneller Teilchen von einer Lichtquelle emittiert wird, vergleichbar mit Kanonenkugeln. Newton lieferte mit diesem Modell eine Erklärung der Aufspaltung des Lichtes im Prisma, so wie im Regenbogen, mittels Dispersion.
Zu Newtons Zeiten im 17. und 18. Jahrhundert gab es kontroverse Diskussionen, ob Licht korpuskularen oder wellenartigen Charakter besitzt. Das Rätsel der überzähligen Bögen beim Regenbogen veranlasste 1801 Thomas Young zur Durchführung seines berühmten Doppelspaltexperimentes. Er wies damit die Wellennatur des Lichtes nach und konnte im Gegenzug 1804 das Geheimnis durch die Betrachtung von Interferenzerscheinungen lüften.

1800 datiert als das Jahr der Entdeckung des Infrarots durch William Herschel, was nachweislich auch von Goethe beachtet wurde. 1801 folgte die Ultraviolettstrahlung durch Johann Wilhelm Ritter, mit dem Goethe im Herbst 1800 wissenschaftlich zu kooperieren begonnen hatte. Weil Ritter einen Tag nach seiner Entdeckung bei Goethe vorsprach und zwei Tage danach mit ihm experimentierte, spricht alles dafür, dass Goethe einer der ersten war, die von Ritters Entdeckung erfuhren.

Gemäß seinem Verständnis von der „Einheit der Natur“ stellte Goethe nicht nur physikalische Fragen, etwa nach der Natur des Lichtes, sondern fragte auch danach, wie es, insbesondere die Farbe, wahrgenommen wird. Letzteres ist keine rein physikalische Fragestellung. Goethe kam nicht in Widerspruch zur physikalischen Wissenschaft, weil er über deren Fragestellung hinausging, sondern weil er deren Antworten für falsch hielt und durch eigene falsche physikalische Schlüsse ersetzte. Anlass war sein Blick durch ein Prisma, von dem er irrtümlich die gleichen Ergebnisse erwartete wie Newton aus seinem Prismen-Experiment. Weil das nicht der Fall war, schloss er fahrlässig, „dass die Newtonische Lehre falsch sei.“

 

(Der Text des letzten Abschnitts wurde der deutschen Wikipedia entnommen und ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.)

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