Die Blumen des Bösen (Auswahl)

Die Blumen des Bösen (Auswahl).

Baudelaires Werk, 1857 zum ersten Mal veröffentlicht, gehört zweifellos zu den Klassikern der Literaturgeschichte. „Les Fleurs du Mal“ ist eine Sammlung von 100 Gedichten, die der Autor bereits früher und einzeln herausgegeben hatte. Die zumeist kurzen Gedichte handeln von Desillusion, Pessimismus, Melancholie,und dem Kampf von Gut gegen Böse. Immer wieder läßt Baudelaire auch die Einflüsse des Molochs Paris, in dem er selbst lebte, in die Poesie einfliessen. Dieser Band enthält eine Auswahl der schönsten Gedichte.

Die Blumen des Bösen (Auswahl)

Die Blumen des Bösen (Auswahl)

Format: Taschenbuch.

Die Blumen des Bösen (Auswahl).

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Zur Rezeption von Die Blumen des Bösen (aus Wikipedia):

Victor Hugo schrieb kurz nach Erscheinen der Erstausgabe, am 30. August 1857, Baudelaire einen begeisterten Brief: « Vos fleurs du mal rayonnent et éblouissent comme des étoiles. Continuez. Je crie bravo de toutes mes forces à votre vigoureux esprit. » (deutsch: „Ihre Blumen des Bösen strahlen und funkeln wie Sterne. Machen Sie weiter so. Ich rufe Ihrem energischen Geist mit aller Kraft ein Bravo zu.“) Es wurden positive Rezensionen geschrieben, etwa von Jules Amédée Barbey d’Aurevilly, doch kam auch Kritik auf wie im Figaro. Neben den strafrechtlich verfolgten Vorwürfen stand Baudelaire unter dem Verdacht sozialistischer Neigungen wegen des unverkennbar zeitkritischen Tonfalls seiner Gedichte und der politischen Positionierung seines Verlegers Poulet-Malassis. Insgesamt war die öffentliche Reaktion verhalten; dem tonangebenden Juste Milieu des Zweiten Kaiserreiches blieben Autor und Werk suspekt, ebenso linken Kreisen, die in den Gedichten jeden politischen Protest vermissten. Im Februar 1866 bezeichnete Baudelaire Les Fleurs du Mal, die nur einem kleinen Leserkreis bekannt waren, als „vergessenes Buch“.

Seine Wirkung entfaltete Les Fleurs du Mal erst in der eine Generation jüngeren symbolistischen und impressionistischen Dichtung Arthur Rimbauds, Paul Verlaines und Stéphane Mallarmés, als diese nach 1880 aus dem Schatten Victor Hugos traten. Die erste deutsche Teilübersetzung stellte Stefan George 1891 in einer faksimilierten Handschrift von 25 Exemplaren her. Die Tragweite der Fleurs du Mal zeigte sich schließlich an der Wende zum 20. Jahrhundert, als ein Paradigmenwechsel in der Lyrik evident wurde: Der Lyriker erscheint von da an typologisch als am Rand der Gesellschaft stehender Poète maudit (dt.: verfemter Dichter), welcher der Vulgarität der Welt leidenschaftliche Verachtung und Widerrede entgegenstellt und deren Erscheinungen (Anonymität der Massengesellschaft, Anti-Natur der Großstadt) thematisiert.

 

(Der Text des letzten Abschnitts wurde der deutschen Wikipedia entnommen und ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.)

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