Hadschi Murat

Hadschi Murat.

In seiner unnachahmlichen Art erzählt Tolstoi vom Schicksal eines Kameraden im Kaukasus-Krieg Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieser Krieg, an dem er selbst aktiv teilnahm, hat ihn Zeit seines Lebens beschäftigt, was auch im Sewastopol-Zyklus und den Kaukasischen Erzählungen deutlich sichtbar wird.

Hadschi Murat

Hadschi Murat

Format: Taschenbuch.

Hadschi Murat.

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Rezeption des Hadschi Murat durch Tolstoi (aus Wikipedia):

Lew Tolstoi war selbst bei den Truppen im Kaukasus, als Hadschi Murat Ende 1851 zu den Russen überlief. Er schrieb seinem Bruder:

„Wenn Du Wert darauf legst, Deinen Bekannten das Neueste aus dem Kaukasus zu berichten, so kannst Du erzählen, dass ein gewisser Hadschi Murat, die bedeutendste Persönlichkeit nach Schamil, sich vor einigen Tagen der russischen Regierung unterworfen hat. Das war der forscheste Kerl (ein Dshigit von der ganzen Tschetschma), und doch hat er die Gemeinheit begangen.“ (Tiflis, 23. Dezember 1851)

50 Jahre später hatte er sein Urteil über die Gemeinheit revidiert. In seinem letzten Werk, der Novelle Hadschi Murat, hält er sich weitgehend an historische und biographische Abläufe. Für Tolstoi bot der Stoff die Möglichkeit, die Ressentiments von Russen gegenüber Kaukasiern zu thematisieren; die muslimische mit der christlich-orthodoxen Kultur in Dialog zu setzen; wie auch eine willkommene Gelegenheit, die Mächtigen seines Landes mit Satire zu überziehen.

 

(Der Text des letzten Abschnitts wurde der deutschen Wikipedia entnommen und ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.)

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